credo

„Es kommt darauf an, Kinder zu verstehen und sie erkennend lieben zu lernen“
(Hermann Hesse)

In unserer Kindertagesstätte leben und lernen Kinder im Alter zwischen 1 Jahr und 6 Jahren. Wir sehen sie als „kompetent und selbstbewusst Lernende“ an.

Deshalb haben wir im Jahre 2011 begonnen, von der festen Gruppenstruktur überzugehen in ein offenes Arbeiten mit Stammgruppen. Dieses pädagogische Konzept setzen wir sowohl im Elementarbereich als auch in der Krippe um.

Was bedeutet das?

Die Kinder sind zwar ihren Stammgruppen zugeordnet und werden dort eingewöhnt. Sie nehmen dort am Morgenkreis teil. Die Kinder wählen aber ansonsten frei je nach Interesse aus, in welchem Gruppenraum sie spielen und agieren möchten. Wir unterstützen die Kinder bei diesem Entscheidungsprozess. Neue Kinder bleiben zunächst bei ihren Bezugserzieherinnen.

Funktioniert das?

Ja, das funktioniert, weil Kinder an unterschiedlichen Tagen unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse haben. Und es funktioniert, weil in der Kita den jeweiligen Gruppenräumen etwa zwei bis drei unterschiedliche „Funktionsbereiche“ zugeordnet sind, die die kindlichen Interessen und Bedürfnisse berücksichtigen.

Im orangefarbenen Raum gibt es eine Verkleidungsecke für Rollenspiele, ein Malatelier und eine Puppenküche.
Im blauen Raum finden die Kinder eine Hochebene, die zum Verstecken und zum „Höhle“ spielen, aber auch zum Rückzug einlädt, wenn ein Kind mal Ruhe braucht. Es gibt ein Korkenbad, eine Bauecke und eine gut ausgestattete Werkbank mit hochwertigem, echten, aber natürlich kindgerechtem Werkzeug. Außerdem leben hier unsere Fische in einem schönen Aquarium.
Der grüne Raum bietet den Kindern viele Möglichkeiten, auf spielerische Weise die Naturgesetze zu erforschen, Tischspiele zu spielen und Bücher anzuschauen.

In der Krippe unterscheiden sich der rote und gelbe Gruppenraum dadurch, dass im roten Gruppenraum die Sinne angeregt werden mit verschiedensten Materialien und mit Ton und Farben hantiert werden kann (Atelierbereich). Deswegen haben wir hier auch einen direkten Zugang zum Wasser (Sanitärbereich). Auch gibt es eine Kinderküche für das erste Rollenspiel. Im gelben Gruppenraum ist eine Hochebene eingebaut, die zum Klettern und Beobachten aus der Höhe anregt. Ferner finden sich hier diverse Baumaterialien (Duplo-Steine, Holz-Bausteine), Spiele, Puzzle usw.

Warum wir so arbeiten

Wir wollen den Kindern buchstäblich mehr „Freiraum“ geben: Das bedeutet zum einen, es ihnen zu ermöglichen, über „ihren“ Gruppenraum hinaus aktiv zu sein und zum anderen, sie stärker an Entscheidungsprozessen beteiligen.

Die Kinder können nicht nur einen Raum für ihr Tun zu nutzen, sondern alle Räume. Freundschaften nicht nur innerhalb ihrer Gruppe schließen sondern auch mit anderen Kindern. Sie können nach der Eingewöhnung Beziehungen zu allen Erzieherinnen aufbauen – die Lieblingserzieherin muss nicht notwendigerweise die aus der eigenen Stammgruppe sein.

Ein wichtiger Vorteil: Alle Erzieherinnen kennen das Kind, es blicken zwölf Augenpaare und nicht nur vier darauf. Jede Kollegin sieht und erlebt ein Kind anders und entdeckt andere Seiten in ihm. Ganz im Sinne des Sprichworts:

Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf

Wenn Sie Interesse an einer ausführlicheren Darstellung unseres Handlungs- und Bildungskonzeptes haben, können Sie es sich hier als PDF-Dokument herunterladen.